📎
Lukas berichtet euch über die PPR 2.0 und warum diese als politischer Spielball genutzt wird. Auch die Krankenhausreform hängt mit drin - wieso? Lukas erklärt seine Vermutung.

Max stellt den neuen ExpertInnenrat Gesundheit und Resilienz vor, der seine Konstitution im Bundeskanzleramt hinter sich hat. Wie ist die Pflege vertreten, was macht das Gremium und was hat das ganze mit Corona zu tun. Keine dieser Fragen bleibt unbeantwortet.

Anschließend - wie immer - die Kurznachrichten.

Pflegepersonalbemessungsverordnung / PPR 2.0: Ein politisches Hin und Her

Die Pflegepersonalbemessungsverordnung, kurz PPBV (oder PPR 2.0), steht im Zentrum politischer Auseinandersetzungen und zeitlicher Verzögerungen. Ursprünglich sollte die Verordnung zu Jahresbeginn eingeführt werden, doch wurde sie aufgrund politischer Debatten und Einsprüchen, insbesondere von der Bayerischen Landesregierung, aufgeschoben. Die Hauptargumente gegen die PPR 2.0 beziehen sich auf den aktuellen Personalmangel in Krankenhäusern und die Befürchtung, dass eine neue Personalbemessung die Situation durch erhöhte Bürokratie verschlimmern könnte.

Die politische Dimension der PPR 2.0

Die PPR 2.0 wird als politisches Instrument betrachtet, das in der Debatte um die Krankenhausreform eine Rolle spielt. Während die Idee der PPR 2.0 breite Unterstützung findet, zeigt die aktuelle politische Lage, wie Gesetzesvorhaben zu Spielbällen politischer Interessen werden können. Besonders kritisiert wird die Blockadehaltung einiger Länder, die als kontraproduktiv für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung angesehen wird.

Deutscher Pflegerat - Pflegepersonalbemessungsverordnung stärkt die Profession
Der Deutsche Pflegerat fordert die Länder dringend auf, der Pflegepersonalbemessungsverordnung im Bundesrat schnellstmöglich zuzustimmen und sich klar für die Pflegeprofession auszusprechen.

Folge 63 des Übergabe PflegeUpdate zu PPR 2.0

PU63 - Im Fokus: Pflegepersonalbemessungsverordnung (PPR 2.0)
Heute haben wir ein wichtiges Thema der Pflegepolitik besonders im Fokus: die Pflegepersonalbemessungsverordnung PPBV (oder eben PPR 2.0). Die PPR gab es schon einmal in deutschen Kliniken und die meisten werden sich daran erinnern.Dieses Verfahren sollte bereits 2020 unter Jens Spahn aktualisiert und wieder eingeführt werden - dazu kam es wegen Corona aber nicht.Was die neuen PPR jetzt bringen sollen und wie die berufspolitische Welt darauf reagiert hat?Und, wie immer, die Kurznachrichten!Hört

Video der Übergabe zu PPR 2.0

Die Zukunft der Personalbemessung
Die Pflegepersonalregelung (PPR) und ihre Aktualisierung, PPR 2.0, zielen auf die Verbesserung der Pflege durch angepasste Personalplanung. Trotz Herausforderungen unterstützen Branchenvertreter:innen die Neuerung für bessere Arbeitsbedingungen.
PPR 2.0 | Was ist das? Infos zum aktuellen Stand
In diesem Video erklären wir, wie die PPR 2.0 funktioniert und warum sie in Zukunft wichtig für die Pflege ist.🔗 LINKSDBfK: https://www.dbfk.de/media/docs/n…

Werde Mitglied

erhalte Zugriff auf alle Briefings!

Mitglied werden

ExpertInnenrat Gesundheit und Resilienz: Beratung für zukünftige Gesundheitskrisen

Am 18. März begrüßte Bundeskanzler Olaf Scholz die Mitglieder des neuen ExpertInnenrats Gesundheit und Resilienz, der den ehemaligen Corona-ExpertInnenrat ersetzt. Dieses Gremium setzt sich aus WissenschaftlerInnen verschiedener Fachrichtungen zusammen und soll die Bundesregierung bei der Bewältigung zukünftiger Gesundheitskrisen beraten. Besonders hervorzuheben ist die Vertretung der Pflegewissenschaft durch Professorin und Doktorin Gabriele Meyer, die wichtige Perspektiven zur Pflege im höheren Lebensalter und zu Gesundheitsfragen beisteuert.

Bundeskanzleramt beruft ExpertInnenrat “Gesundheit und Resilienz”

Die Pflegekammer in Baden-Württemberg

Die Debatte um die Einführung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg steht weiterhin im Fokus. Aufgrund der Notwendigkeit einer Einzelfallprüfung der abgegebenen Stimmen wurde die Bekanntgabe des Ergebnisses verschoben. Diese Prüfung soll ein rechtssicheres Ergebnis garantieren, welches anschließend durch einen unabhängigen Notar bestätigt wird. Die Entscheidung, ob eine Pflegekammer eingerichtet wird oder nicht, bleibt somit weiterhin offen. Diese Entwicklung spiegelt die anhaltende Diskussion um die Vertretung und Professionalisierung der Pflegeberufe in Deutschland wider.

Die Krankenhausreform auf dem Prüfstand

Die Krankenhausreform bleibt ein Dauerthema in der Gesundheitspolitik. Ein neuer Referentenentwurf legt den Fokus auf die Verbesserung der Zugänglichkeit und Qualität der Versorgung. Unter anderem werden die maximale Fahrzeit zu geeigneten Kliniken und die Vorhaltefinanzierung adressiert. Die bisherige Erfahrung zeigt jedoch, dass der Weg von Entwürfen zu verbindlichen Gesetzen lang und steinig sein kann. Ein Artikel des Bibliomed-Verlags fasst den aktuellen Diskussionsstand zusammen und gibt Einblick in die möglichen Auswirkungen der Reform auf das deutsche Gesundheitssystem.

Politik - Lauterbachs Entwurf zur Transformation der Kliniklandschaft
Nach langem Warten liegt nun seit dem Wochenende der 186 Seiten starke Entwurf zur großen Krankenhausreform vor.

Vorstandswahlen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrische Pflege

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrische Pflege (DGPP) hat einen neuen Vorstand gewählt. Die Bestätigung von Dorothea Sauer als Präsidentin sowie die Wahl von Uwe Genge und Jacqueline Rixe als Vizepräsidentinnen zeugen von Kontinuität und Erneuerung in der Führung. Die Wiederwahl von Jakob Hellbeck und Michael Mayer sowie die Neuwahl von Robert Zappe in den Beirat unterstreichen das Engagement der DGPP für die Weiterentwicklung psychiatrischer Pflegepraxis und Forschung. Diese personellen Entscheidungen sind wichtig für die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft und die Stärkung der psychiatrischen Pflege in Deutschland.

Weitere Shownotes