💡
Diese Woche haben wir einen Gastbeitrag von Christopher Simon. Christopher ist seit 2009 examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger und hat seine berufliche Laufbahn konsequent weiterentwickelt. Zwischen 2013 und 2016 absolvierte er berufsbegleitend seinen Bachelor-Abschluss und widmet sich seit 2017 intensiv dem Thema Delir auf Normalstationen. In seiner Klinik wirkt er als Pflegeexperte mit dem Schwerpunkt Delir und hat in dieser Rolle das Delir- und Demenzmanagement aufgebaut und stetig weiterentwickelt. 2024 schloss er erfolgreich sein Masterstudium ab und ist seither als Advanced Practice Nurse (APN) Delir auf einer akutgeriatrischen und alterstraumatologischen Station tätig. Christopher ist Teil eines Teams aus drei Pflegeexpert:innen APN. Gemeinsam entwickelten sie das Konzept der Fallbegleitung, das sie nicht nur implementiert, sondern auch evaluiert haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit hat er in einer Studie zusammengefasst und veröffentlicht, die er heute vorstellt.
Worum geht's?
Der Pflegeprozess ist für die professionelle Pflege ein notwendiges und verbindliches Instrument. Dieser Prozess beinhaltet Beziehungsgestaltung und Problemlösung. Gleichzeitig ist seit 2020 im Pflegeberufegesetz die Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses als Vorbehaltsaufgabe definiert. In der aktuellen Zeit ist dieser aber oft unvollständig oder fehlt.
Der leitende Grundgedanke für das Konzept Fallbegleitung war es ein personenzentriertes und patientennahes Tätigkeitsfeld für Pflegeexpert:innen APN mit einer CNS-Ausrichtung zu definieren, welches die Planung und Steuerung eines erweiterten Pflegeprozesses in den Fokus nimmt.
Was war das Ziel der Studie?
Es wurde das Konzept Fallbegleitung als personenzentriertes und praxisnahes Tätigkeitsfeld für Pflegeexpert:innen APN mit einer CNS (Clinical Nursing Specialist) -Ausrichtung implementiert. Im Rahmen der Fallbegleitung wird der Advanced Nursing Process eingeführt, um eine evidenzbasierte Pflege für eine definierte Patient:innengruppe zu initiieren und den Pflegeprozess strukturiert aufzubauen. Gleichzeitig wird ein positiver Einfluss auf die Einstellung der Pflegefachpersonen gegenüber dem Pflegeprozess erwartet.
Kostenlos weiterlesen
Melde dich für unseren kostenlosen Newsletter an und erhalte jeden Monat exklusiv einen Artikel, bevor er kostenpflichtig wird.
Jetzt anmelden
Du hast schon ein Account? Einloggen