Die Welt der Medizin und Pflege befindet sich in einem ständigen Wandel, getrieben von technologischen Innovationen und dem unermüdlichen Engagement der Fachkräfte. Ein Bereich, der in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen hat, ist die außerklinische Intensivpflege. Christoph Jaschke, ein Pionier und Experte auf diesem Gebiet, teilt tiefgreifende Einsichten in die Entwicklung, die gegenwärtigen Herausforderungen und die vielversprechende Zukunft dieser spezialisierten Pflegeform.

Die Anfänge und die Rolle des technologischen Fortschritts

In den 90er Jahren, als die außerklinische Intensivpflege noch in ihren Anfängen war, wagte Jaschke zusammen mit einem Freund den mutigen Schritt, ein Unternehmen zu gründen, das sich auf diese Art der Pflege konzentrierte. Diese Initiative galt damals als bahnbrechend. Ein Schlüssel zum Erfolg und zur Verbreitung der außerklinischen Intensivpflege war der technologische Fortschritt, insbesondere die Miniaturisierung von Beatmungsgeräten. Diese Innovationen haben es den Patienten ermöglicht, trotz schwerer Beeinträchtigungen ein weitgehend normales und autonomes Leben zu führen.

Qualifikation des Personals und Lebensqualität der Patienten

Ein kritisches Element in der Frühphase der außerklinischen Intensivpflege war die Verfügbarkeit hochqualifizierter Pflegekräfte. Jaschke erinnert sich, wie er zunächst aus einem Pool erfahrener Fachkräfte schöpfen konnte. Heute sieht sich der Sektor jedoch mit einem Mangel an qualifiziertem Personal konfrontiert, was die Qualität der Pflege und die Lebensqualität der Patienten direkt beeinflusst. Trotz dieser Herausforderungen berichten viele Patienten von einer hohen Lebenszufriedenheit, sofern die Betreuung ihren Bedürfnissen entspricht.

...das ist die, ich sag' mal Königsdisziplin in der Pflege: Menschen auch trotz maximaler Eingeschränktheit am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

Gesellschaftliche Herausforderungen und der Ruf nach Wandel

Jaschke spricht offen über die systemischen Schwierigkeiten, die die Versorgung schwerstpflegebedürftiger Menschen mit sich bringt. Er kritisiert den Mangel an qualifiziertem Personal und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Patientenversorgung. Der Experte sieht die Lösung in einem gesellschaftlichen Umdenken und in der Anerkennung der außerklinischen Intensivpflege als eine gemeinschaftliche Verantwortung. Er fordert einen Wandel in der Wahrnehmung und im Umgang mit schwerstpflegebedürftigen Menschen.

Ein Blick in die Zukunft

Trotz der bestehenden Herausforderungen ist Jaschke optimistisch bezüglich der Zukunft der außerklinischen Intensivpflege. Er betont die Notwendigkeit, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Versorgung und Inklusion schwerstpflegebedürftiger Menschen zu verbessern. Mit über 1000 Unternehmen, die in Deutschland diese spezialisierte Pflege anbieten, und einer Patientengruppe, die von Säuglingen bis zu Senioren reicht, ist die außerklinische Intensivpflege ein essentieller Teil des Gesundheitssystems geworden.

Shownotes

Christoph Jaschke
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Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V.
MAIK - der Kongress der außerklinischen Intensivversorgung
Der MAIK ist seit mehr als 16 Jahren der Fachkongress der außerklinischen Intensivversorgung in Deutschland.
UN-Behindertenrechtskonvention
Schätzungsweise 650 Millionen Menschen leben weltweit mit einer Behinderung. Nur in etwa 45 Staaten gibt es Vorschriften, die ihre Rechte besonders schützen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat deshalb 2001 beschlossen, dass Vorschläge für ein umfassendes internationales Übereinkommen zur Förderung und zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen entwickelt werden sollen - die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz
Intensiv-Pflegebedürftige sollen besser versorgt, Fehlanreize in der Intensivpflege beseitigt und die Selbstbestimmung der Betroffenen gestärkt werden.
GKV-IPReG ThinkTank
Seit September 2020 trifft sich der GKV-IPReG ThinkTank
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